Horvi-Enzympräparate

Horvi-Enzympräparate gehen auf die Forschungen des deutschen Chemikers und Pharmakologen Dr. Waldemar Diesing zurück. Er entwickelte Mitte des 20. Jahrhunderts eine besondere Form der Enzymtherapie, bei der Enzymkomplexe aus tierischen Giften therapeutisch genutzt werden. 

Da tierische Gifte zu einem großen Teil aus Eiweißstoffen bestehen und daher starke allergische Reaktionen auslösen können, entwickelte Diesing ein spezielles Verfahren zur Ent-Eiweißung. Dabei wird der Eiweißanteil sehr stark reduziert – auf 1-2 % – , während der eigentliche Enzymkomplex erhalten bleibt. Auf diese Weise machte er die biologisch wirksamen Bestandteile für therapeutische Anwendungen nutzbar.

Bedeutung von Enzymen im menschlichen Körper

Enzyme sind unverzichtbare Helfer unseres Organismus. Als natüliche Katalysatoren steuern und beschleunigen sie eine Vielzahl biochemischer Reaktionen, die für Stoffwechsel, Energiegewinnung und die Regeneration der Zellen notwendig sind. Mehrere tausend unterschiedliche Enzyme arbeiten im menschlichen Körper zusammen und sorgen dafür, dass die komplexen Abläufe dieser vielfältigen biochemischen Prozesse harmonisch ineinandergreifen. Sie sind eine wichtige Grundlage für Gesundheit, Regeneration und das innere Gleichgewicht des Körpers.

Ursachen und Folgen eines Enzymmangels

Gesunde Zellen sind grundsätzlich in der Lage, die benötigten Enzyme selbst in ausreichender Menge zu bilden. Verschiedene Belastungen können diese natürliche Fähigkeit jedoch beeinträchtigen. Dazu zählen beispielsweise anhaltender Stress, Umweltbelastungen, gesundheitliche Störungen oder eine unausgewogene Ernährung. Auch im Laufe des natürlichen Alterungsprozesses kann die körpereigene Enzymproduktion allmählich nachlassen. Angeborene Enzymdefekte können ebenfalls Ursache für einen Mangel sein. 

Wenn die Aktivität der Enzyme reduziert ist, beeinflusst dies den Zellstoffwechsel und stört das empfindliche Gleichgewicht im Körper. In der Folge können sich unterschiedliche funktionelle Beschwerden entwickeln.

Therapeutischer Einsatz von Horvi-Enzympräparaten

Horvi-Enzympräparate können in unterschiedlichen Darreichungsformen angewendet werden, beispielsweise als Injektionen, Tropfen, Tabletten oder Salben. Ziel der Anwendung ist es, regulierend auf gestörte Stoffwechselprozesse einzuwirken und die natürlichen Funktionen des Körpers zu unterstützen. Die enthaltenen Enzymkomplexe sollen dazu beitragen, Entzündungsreaktionen zu modulieren, körpereigene Abläufe zu stabilisieren und regenerative Prozesse im Organismus zu fördern.

Anwendungsgebiete

In der naturheilkundlichen Praxis werden Horvi-Enzympräparate unter anderem eingesetzt bei:

  • chronischen Entzündungen

  • Allergien

  • rheumatischen Erkrankungen

  • Hauterkrankungen

  • Atemwegserkrankungen

  • degenerativen Gelenkerkrankungen

  • neurologischen Beschwerden

  • unterstützend bei schweren chronischen Erkrankungen

Tiergifte – warum sie giftig sind und warum

Horvi-Enzym-Präparate nicht toxisch wirken

Tiergifte sind komplexe natürliche Stoffgemische, die von vielen Tieren – etwa Schlangen, Spinnen, Skorpionen oder bestimmten Amphibien – zur Verteidigung oder zum Beutefang eingesetzt werden. Sie enthalten eine Vielzahl biologisch aktiver Substanzen, darunter Enzyme, Peptide und Eiweißstoffe. Diese können im Körper sehr gezielt auf Nerven, Blutgerinnung, Zellmembranen oder Stoffwechselprozesse wirken. In ihrer natürlichen Form können solche Giftstoffe deshalb starke körperliche Reaktionen auslösen und in bestimmten Konzentrationen auch gefährlich sein.

Für medizinische Anwendungen werden diese natürlichen Stoffgemische jedoch sorgfältig aufbereitet, sodass sie ihre toxische Wirkung verlieren. Bei der Herstellung von Horvi-Enzympräparaten werden den Rohgiften durch ein spezielles Verfahren fast alle Eiweiße entzogen und die verbleibenden enzymatischen Wirkkomplexe werden in therapeutisch angepasster Form eingesetzt.

Hinweis zur wissenschaftlichen Einordnung

Die Horvi-Enzymtherapie gehört zur komplementären bzw. naturheilkundlichen Medizin. Sie wird im Rahmen der Erfahrungsheilkunde angewendet.

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